Hessenliga

 Das Hessenligateam des GC Winnerod hat sich durch seinen Sieg in der 3. Hessenliga Nord für das Aufstiegsspiel zur 2. Hessenliga qualifiziert. Coronabedingt spät im Jahr und mit abgespecktem Programm, statt wie sonst zwölf wurden nur sechs Matches pro Partie gespielt, trafen sich die vier Teams der 3. Liga Nord in Lauterbach-Sickendorf. Der Platz war allgemein in einem guten Zusand, die Grüns fielen da etwas ab, er bot durch Höhenunterschiede und Baum- und Buschbestand einige Fallen, manche Fairways mussten blind angespielt werden. An den noralgischen Punkten hatte der gastgebende Club Vorcaddies mit Funkgeräten postiert. Immer wieder mussten die Spieler ihre Puttlienien von Laub säubern, zudem machte der mitunter starke Wind ihnen zu schaffen. Im zweiten Halbfinale kam es zum Derby, das Winnerod gegen Lich gewann. Licher sicherte sich gegen Bad Homburg den Klassenerhalt, Winnerod bezwang im Playoff den GC Braunfels und trifft am 17.10. im Entscheidungsspiel um den Aufstieg auf den GC Zimmern.

Halbfinale

GC Winnerod ­ Licher GC 4:2: Beim abgespeckten Programm der diesjährigen Hessenliga kamen pro Partie die acht Akteure der Teams nur jeweils einmal zum Einsatz, es wurden zwei Vierer- und vier Einzelpariten in einem Durchgang gespielt. Daniel Tack musste bei seinem Debüt als Kapitän der Winneröder auf Mike Hopper verzichten. Er entschied sich, dessen angestammten Viererpartner Nico Kumst im Einzel aufzustellen. Bei der Besetzung der Vierer bewies Tack ein gutes Händchen. Niklas Weil und Jan Opderbeck sowie Tim Steinmüller und Johannes Gärtner harmonierten gut miteinander und sorgten gegen Jannik Albrecht/Magnus Frank und Fabian Desch/Lorenz Kuhn für die erhofften zwei Punkte. In den Einzel sorgten Max Steinmüller gegen Luis Laurito und Daniel Tack gegen Karsten Gail früh für zwei weitere Punkte und die vorzeitige Entscheidung. Auf Licher Seite sorgten Janis Erll gegen Nico Kumst sowie Lutz Schöne gegen Jonas Wack jeweils auf dem Schlussgrün für zwei Einzelsiege und damit eine Resultatsverbesserung. „Wir haben die optimale Aufstellung gefunden und waren mit den beiden früh gewonnenen Einzeln relativ schnell duch“, freute sich Tack über den Einzug ins Play-Off-Spiel.

Play-Off

GC Winnerod ­ GC Braunfels 3,5:2,5: Der Kampf um die Qualifikation um das Aufstiegsspiel entwickelte sich zu einer spannenden Angelegenheit. Daniel Tack stellte das gleiche Team auf, lediglich in den Einzeln ließ er Nico Kumst und Max Steinmüller die Positionen wechseln. Die Vierer erwiesen sich wieder als verlässliche Punktesammler. Weil/Opderbeck waren früh in Führung gegangen, Tim Steinmüller/Gärtner gerieten zunächst in Rückstand, drehten aber ihre Partie und gewannen ebenfalls vorzeitig. Kumst und Max Steinmüller lagen lange knapp in Führung, Wack lief einem Rückstand hinterher und Tack lieferte sich mit dem Hessenmeister Christopher Sacher ein Match auf Augenhöhe. Während Wack an Loch fünfzehn verlor, stand es in den drei anderen Partien zu diesem Zeitpunkt all square. Dann verlor Tack sein Duell zum 2:2-Ausgleich, während Kumst und Max Steinmüller immer noch all square am Schlussloch abschlugen. Als dann Kumst sein Schlussloch zum eins auf gewann, reichte für Max Steinmüller ein Teilen der letzten Bahn, um für sein Team den siegbringenden halben Punkt zu sichern. „Wir wussten, dass es eng werden würde, und gehofft, dass die Vierer uns wieder gut ins Spiel bringen würden“, stellte Tack fest, dass die Taktik wieder aufgegangen war, auch wenn er an seiner Niederlage gegen den Hessenmeister etwas zu knabbern hatte. „Wir wollten ins Play-Off und haben damit unser Ziel erreicht. Wir sind an diesem Wochenende gut als Team aufgetreten, haben uns gegenseitig unterstützt und gepusht und auch Zuschauerunterstützung. Mit dem verkürzten Modus sehe ich uns gegen Zimmern als Außenseiter, aber wir werden alles daran setzen, den Aufstieg trotzdem zu schaffen“. (RA)

Coronakonform präsentierte sich der GC Winnerod nach seinem Sieg in der 3. Hessenliga. H. v. l.: Niklas Weil, Coach Thorsten Steinmüller, Jonas Wack, Jan Opderbeck, Andreas Hölzl, Tim Steinmüller, Johannes Gärtner, Marvin Seiler. V. v. l.: Daniel Tack, Max Steinmüller, Nico Kumst, Mika Pfannmüller.