Und dann war es doch noch ein schöner Tag. AK 50 zum Saisonabschluss auf der Sonnenseite.

(js) Am Ende des Tages gab es ein kollektives Aufatmen und freudige Gesichter. Die erste Mannschaft der AK 50 steigt in die 5. Hessenliga auf. Die zweite AK50-Mannschaft hält überraschenderweise die Klassenzugehörigkeit zur 8. Liga.

Aber der Reihe nach. In der 5. Hessenliga war die Tabelle vor den letzten Spieltag unübersichtlich. Die Ausgangslage: Altenstadt 8 Punkte, Bad Arolsen 8 Punkte, Zierenberg 7 Punkte, Winnerod 7 Punkte. Alle Mannschaften können noch aufsteigen, aber auch absteigen, getrennt nur durch 5 Bruttopunkte auf dem Konto. Also war klar, dass für jede der teilnehmenden Mannschaften ein Endspiel anstand. Da wurde bei stürmischem Wetter schon der von Starter Manfred Wagner aufgerufene erste Abschlag zum Schicksalsschlag.

Dieser Anforderung an die mentale Stärke wurden die Winneröder auf heimatlichem Platz gerecht. Das Ergebnis: Souveräner Tagessieg und Ligaaufstieg mit 124 Bruttopunkten vor Zierenberg (112 Bruttopunkte), Altenstadt (120 Punkte) und Bad Arolsen (95 Punkte).

Herausragend dabei die 32 Bruttopunkte von Mike Hopper als Tagesbester. Guido Schwarzer 25 Bruttopunkte, Mischa Billek 24 Punkte, Herbert Schäty 22 Punkte, Wolfgang Haas 21 Punkte und Ralf Seibert mit dem Streichergebnis 17 Punkte lieferten ihre Leistung. Das hinter der achtzehnten Bahn deponierte Feierbier in selbstkühlendem Fassgewand fand so bei Siegern und Verlieren seine dankbaren Abnehmer, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Den Vorteil, am letzten Spieltag zu Hause anzutreten, konnte auch die zweite Mannschaft nutzen. Das sah am Morgen bei regenverhangenem Himmel noch trübe aus. In einer bislang wenig rühmlichen Saison lag Winnerod schon fast abgeschlagen mit 5 Punkte an letzter Stelle. Es gab noch eine kleine Chance im Kampf mit Dillenburg (7 Punkte), ohne das die Liga aus eigener Kraft hätte erhalten werden können. Bad Orb (10 Punkte) spielte mit Fulda (8 Punkte) um den Aufstieg.

Trotz einer überaus geschlossenen Mannschaftsleistung, in der mit der Saisonbestleistung aller Ligaergebnisse von 108 Bruttopunkten der Sieg feststand, schmeckte das Siegermahl den Winnerödern nicht wirklich. Der Abstieg schien ausgemacht.

Mit ungläubigem Staunen nahmen dann alle Mannschaften die offizielle Ergebnisrede entgegen: Winnerod bleibt in dieser Liga, Absteiger ist der GC Fulda Rhön. Plötzlich fanden sich die Rhöner völlig unerwartet auf der schiefen Ebene abwärts in die 9. Liga wieder. Was war passiert? Winnerod hat mit dem Tagesergebnis von 108 gespielten Bruttopunkten den Fuldaer Spielern 24 Bruttopunkte abgenommen. Resultat: Bei Winnerod und Fulda entscheiden bei gleicher Punktezahl der Tageswertungen die erzielten Bruttopunkte. Hier nun erspielte Winnerod einen Vorsprung von sechs Bruttopunkten – Winnerod drin, Fulda raus. Der Golfkrimi hatte eine überraschende Wendung genommen.

Olaf Simon fand sich mit 19 Bruttopunkten in der Rolle als glücklichster Streicher wieder. Der Rest der Mannschaft freute sich über den gelungenen Coup zu dem Logi Tsogtbaatar 25 Bruttopunkte und den Tagessieg, Gerd Nießen 23 Punkte, Stephan Wendel 22 Punkte, Jürgen Schreiber und Andreas Oswald je 20 Bruttopunkte beitrugen.

Im Leben eines Captains ist ein solcher Spieltag eine Achterbahn der Gefühle. Die Anspannung dient der sinnvollen Gewichtsreduzierung und Glückshormone sorgen am Ende für Wohlbefinden und gute Stimmung. So verkündete Hans-Peter Lindner zum Schluss des Tages mit der überzeugten Tonlage desjenigen, der es schon immer gewusst haben will: „Alle Saisonziele erreicht.“

IMG_4984