Max Steinmüller landet mit den weiteren hessischen Spielern den Coup und fährt zur deutschen Meisterschaft AK14

Die Reise begann vor ca. einem Jahr, Max hatte gerade seine bis dahin größte sportliche Niederlage erlebt. Völlig unerwartet hatte er sich damals für die deutschen Meisterschaften der AK14 qualifiziert, doch dort mit nur einem Schlag unglücklich den Cut verpasst. Ein tolles sportliches Jahr fand damals ein unglückliches Ende und zeigte trotzdem gleichzeitig auf der Rückreise wieder den Ausblick, als er sagte: “Papa, ich will da wieder hin!”. Sicherlich in einer solchen Niederlage gilt es zu lernen, wie man aufsteht, aber die erlebten Ereignisse hatten einen Ehrgeiz entfacht, dass man ihn mehr bremsen, als antreiben musste. In Zeiten von bestehendem Freizeitstress und mobilem Wahn ist dies, für einen 13 bzw. 14 Jährigen, nicht selbstverständlich.

In den Wintermonaten wurde also hart mit den Trainern gearbeitet und versucht eine Weiterentwicklung zu forcieren. Natürlich blieben andere Hobbies und so auch sein zweiter Sport Handball auf der Strecke, aber für ihn war das Ziel ganz klar. Der ganze Aufwand führte in der weiteren Vorbereitung dazu, dass ein bisschen die kindliche Unbeschwertheit verloren ging. Es war also nicht gerade leicht zu allem Fleiß wieder die notwendige Lockerheit und Gelöstheit zu haben, ohne die gute Ergebnisse in diesem Sport praktisch nicht möglich sind.

Schlussendlich konnte er durch seine Konfirmation nur zwei der drei Qualifikationsturniere spielen und hatte daher kein Streichergebnis. Diese Hürde nahm er dann unerwartet souverän, obwohl die damalige Form, trotz der beiden Siege (einer geteilt mit Merlin Oh), noch nicht die Allerbeste war. Nach diesem Ereignis und dem ablaufenden Schuljahr kam jedoch so langsam auch die Lockerheit wieder. Man merkte auf einmal wieder, dass er selbst an sein Spiel glaubte, haderte er am Anfang der Saison mit dem Putten, kamen auf einmal wieder Sprüche, wie “Putten kann ich!”. 

Mit dieser Lockerheit und Entspanntheit ging es dann in die Ferien und zu den Turnieren mit den großen Zielen. Zuerst wieder eines der größten Turniere U14 in Europa zu spielen (Ergebnis geteilter 10.!) und eine Woche danach die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften!

Letzte Woche war es dann soweit. Nachdem man am Samstag auf Sonntag Nacht von Belgien nach Hause gekommen war ging es Sonntag und Montag locker zum Training. Dienstag wurde mit dem Kader in die erste Proberunde gespielt. Mittwoch wurde locker trainiert und Donnerstag stand die zweite Proberunde, sowie die Registrierung und Anreise im Hotel auf dem Plan. Es konnte also beginnen. Hochrechnungen, die die Kinder immer machen, ergaben, dass es schon ziemlich eng werden könnte. Obwohl Max mit seinem Handicap an der 13. Stelle geführt wurde, gab es bei diesem Turnier etwa 80 Spieler, die schon ein einstelliges Handicap hatten. Die Qualifikation sollte also nicht unbedingt zu einem Selbstläufer werden.

Am Freitag fiel dann der Startschuß und für drei Turnierrunden. Hier mussten jetzt die Nerven halten und wie schon in Belgien schien die für Max alles kein Problem zu sein. Mit Runden von +3, +2 und noch einmal +3 verbesserte er sein Handicap in den 3 Tagen von 4,3 auf 3,4(!) und landete schlussendlich auf einem geteilten 6. Platz. Bei den deutschen Meisterschaften im September treffen sich die Top50 vom Wochenende wieder. Es kann also geträumt werden, wobei das Ziel sicherlich eine Platzierung unter den ersten 10 sein wird.

Bericht auf der HGV-Seite: https://www.hessischer-golfverband.de/index.php?id=2776

Insgesamt muss man sagen, dass ein starkes Kontingent aus Hessen die Qualifikation zu den deutschen Meisterschaften geschafft hat. Alle 7 gestarteten Hessen fanden sich unter den Top50 Deutschlands der AK14 wieder! Auf diesem Weg gratulieren wir und wünschen der Gruppe, Graf (Frankfurt), Hüttermann (Frankfurt), Oh (Hof Hausen), Lee (Main-Taunus), Schwarz (Biblis), Harbisch (Bad Vilbel) und natürlich Max (Winnerod), viel Glück und viel Erfolg!

 

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