AK 65: Auf Teufel komm raus gewonnen

(js) Das haben die roten Seniorenteufel aus Winnerod sich nicht nehmen lassen. Im vierten Saisonspiel der AK 65 konnte nicht nur der Verbleib in der 5 Liga gesichert werden. Mit dem Heimsieg wurde sogar noch der zweite Tabellenplatz erspielt. Mit 94 Bruttopunkten fiel der Sieg deutlich aus. Zierenberg (81 Punkte), Weilrod (77 Punkte) und Bad Arolsen (72 Punkte) wurden souverän auf die Plätze verwiesen.
Der letzte Spieltag hatte es in sich. Als Aufsteiger stand der GC Weilrod so gut wie fest. Dahinter jedoch gab es in diesem turbulenten Ligajahr bis zum Schluss einen Kampf um den Nichtabstieg. Bereits beim ersten Abschlag mit Starter Hans-Peter Lindner war die Spannung zu spüren. Die Scores zur Halbzeit hielten noch jeder Mannschaft alle Chancen offen.
Einmal mehr war am Ende Herbert Schäty ein Garant für den Erfolg. Mit 26 Punkten wurde er einsamer Bruttosieger. Seine konstanten Leistungen verdienen höchste Anerkennung. Im Windschatten hatte Reinhold Steiner mit seinem vorzüglichen Einzelergebnis als Nettosieger (38 Punkte) und mit 19 Bruttopunkten einen guten Anteil am Mannschaftssieg. Manfred Wagner mit 17 Bruttopunkten, Gerd Vonhausen und Jürgen Schreiber mit je 16 Punkten sowie Michael Luh, 14 Bruttozähler, fütterten das Punktekonto. Olaf Simon, Martin Nilles und Karl-Heinz Weigel hatten bei den Vorspielen ihren Beitrag zum Klassenerhalt geliefert.

Soweit die Erfolgsgeschichte. Die andere Wahrheit ist, dass alle Mannschaften, auch ein Großteil der Winneröder einfach schlechtes Golf gespielt haben – und das bei optimalen Bedingungen. Die Greenkeeper hatten schnelle und treue Grüns gezaubert. Die Fairways waren wie gemalt, das Wetter sonnig, Wärme und Wind erträglich. Trotzdem zitterten sich die Winneröder zum Sieg. Mehrere Spieler blieben weit unter ihren spielerischen Möglichkeiten. So war es ein Vorteil, dass es den anderen noch schlechter erging. Letztlich ein begrenzter Trost, dass man auch als spielarme Teufel die bescheidene 5.Liga-Welt erschrecken kann.

Hier gehts zur Abschlusstabelle

So muss man die schwache, aber erfolgreiche Saison im Stile Wilhelm Buschs beenden:

Kommst du sportlich in die Jahre
Wird die Leistung Mangelware,
Da die abgeschlafften Sehnen,
Altersschwach sich schwer nur dehnen.

Kniee sind schon schlecht zu biegen,
Knöchel schmieden still Intrigen,
Kaum ein Wirbel, der noch drehbar,
Altersschäden unabsehbar.

Tröstlich sei noch zu vermerken,
Auch im Alter gibt es Stärken,
Wird das Spielen merklich schlimmer,
An Loch 19 klappt es immer.

von lks: Jürgen Schreiber, Michael Luh, Reinhold Steiner, Manfred Wagner, Herbert Schäty, Karl-Heinz Weigel und Gerd Vonhausen